In der Frühgeschichte des
Vereinswesens ist das 19.Jahrhundert von entscheidender
Bedeutung. Da setzte die bis heute „maßgebliche Welle
der Vereinsgründungen“ ein. Gesangsvereine machten
vielerorts den Anfang, dann folgten Turnvereine, und
beide waren „wichtige Träger der liberalen Bewegung“. In
ihnen formierte sich „Widerstand gegen die
undemokratische Herrscherwillkür“. Die karitativen
Vereine kamen mit der Industrialisierung. Die
Arbeiterbewegung gründete Konsum- und Bildungsvereine,
Kunstinteressierte etablierten Kulturvereine, und
Verschönerungsvereine kämpften für den Bau von
Parkanlagen und Aussichtstürmen. Gemeinsam mit anderen
erreichte der Einzelne mehr.


